gemeinsamePresseerklaerung

„Samin vs Semen“ (Film und Diskussion in zehn Städten)

Köln, Berlin, Hamburg, 19. April 2017

 

Pressemitteilung von Südostasien-Informationsstelle, Heinrich-Böll-Stiftung, Rettet den Regenwald und Watch Indonesia!

 

Liebe KollegInnen,
Cover FB_23mar17wir laden Sie herzlich ein zu „Samin vs Semen“ (Film und Diskussion in zehn Städten).
Über Ankündigung und Berichterstattung freuen wir uns. An allen Vorführungsorten besteht die Möglichkeit zu Interviews mit unseren beiden indonesischen Gästen.

Presseanfragen richten Sie bitte an:

Tel: 0152/24267576 oder an: savekendeng@gmx.de

Updates und Hintergrundberichte: https://www.facebook.com/saminvs.semen/


SAMIN vs SEMEN – Der Kampf indonesischer Bauern gegen die globale Zementindustrie
Indonesien 2015, 40 Min.
Indonesische OF mit deutschen Untertiteln
Regie: Dandhy Dwi Laksono
Produktion: Watchdoc

Anwesend sind der Filmemacher Dandhy Dwi Laksono und eine Vertreterin der lokalen Widerstandsbewegung

Heute wird global dreimal so viel Zement produziert wie vor 15 Jahren – mit verheerenden Folgen für die Umwelt. Zementproduktion ist ein enorm energieintensives Verfahren und sorgt für sechs bis neun Prozent der globalen CO2- Emissionen – vier mal so viel wie der gesamte internationale Flugverkehr. Für die Zementproduktion werden Berge abgetragen, Ökosysteme und Wasserkreisläufe zerstört und Menschen umgesiedelt, was weltweit wachsende Widerstände hervorruft.

Der Dokumentarfilm SAMIN vs. SEMEN informiert über aktuelle Pläne, ein Karstgebiet in Zentraljava in Indonesien auszubeuten und für Zementproduktion zu verarbeiten. Von der lokalen Bevölkerung, die ihren Lebensunterhalt vor allem durch Landwirtschaft bestreitet, gibt es massiven Widerstand. Die große Sorge der Menschen ist es, dass der Abbau des Gebirges einen enormen Einfluss auf den Wasserkreislauf in der Region haben wird. Die Wasser-Rückhaltekapazitäten des Karsts würden zerstört und Quellen versiegen. Der lokale Widerstand ist kreativ, ausdauernd und entschlossen. Maßgeblich geprägt wird dieser gewaltfreie Widerstand von einer indigenen Ökogemeinschaft, den Samin.

Neben indonesischen Zementfirmen will in dem betroffenen Gebiet ein Tochterunternehmen des baden-württembergischen Konzerns HeidelbergCement eine Zementfabrik bauen. Der Konzern verzeichnet steigende Gewinne und verlautbart kurz vor seiner Aktionärsversammlung im Mai: „Unsere strategischen Prioritäten `Wertschaffung für Aktionäre` und `kontinuierliches Wachstum` spiegeln sich in unseren Zahlen und in dem deutlich erhöhten Dividendenvorschlag wider.“ „Wertschaffung für Aktionäre“ und „kontinuierliches Wachstum“ – doch auf wessen Kosten?

SAMIN VS SEMEN wird im Beisein des Regisseurs und einer Aktivistin durch 10 Städte touren.
Termine:
24. April 20:00 Göttingen Lumiere
25. April 19:00 Hamburg 3001
27. April 19:00 Bremen Kukoon
28. April 19:00 Münster Leo
29. April 14:00 Köln Alte Feuerwache im Rahmen des Asientages
03. Mai 19:00 Berlin Heinrich Böll Stiftung
05. Mai 20:00 Greifswald Koeppenhaus
08. Mai 18:00 Leipzig Schaubühne Lindenfels
09. Mai 19:30 Heidelberg Karlstorkino
11. Mai 19:00 Freiburg Raum 1009, Kollegiengebäude I (KG I)


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